Krankenversicherung für Studierende in der Schweiz
Die Schweiz hat eines der besten Gesundheitssysteme der Welt — und auch eines der teuersten. Alle Einwohner, einschließlich Studierender, müssen innerhalb von 3 Monaten nach Ankunft eine Schweizer Krankenversicherung haben. Nichteinhaltung führt zu automatischer Einschreibung und Bußgeldern.
Wie die Schweizer Versicherung funktioniert
Anders als die meisten Länder nutzt die Schweiz ein obligatorisches privates Versicherungssystem. Jeder muss eine Krankenversicherung bei einem privaten Anbieter (wie Swica, CSS, Sanitas oder Helsana) kaufen. Die Grundversicherung ist gesetzlich standardisiert, sodass alle Anbieter die gleiche Abdeckung bieten — nur die Prämien unterscheiden sich.
Das Franchise-System (Selbstbehalt)
Bei der Wahl eines Plans wählst du eine jährliche Franchise (Selbstbehalt) von CHF 300 bis CHF 2.500:
- Hohe Franchise (CHF 2.500): Niedrigste monatliche Prämie (CHF 80–150), aber du zahlst die ersten CHF 2.500 selbst.
- Niedrige Franchise (CHF 300): Höhere Prämie (CHF 150–250), aber Versicherung greift nach nur CHF 300.
Befreiung für EU-Studierende
EU/EFTA-Studierende mit EHIC können eine Befreiung von der Schweizer Versicherung beantragen. Bei Genehmigung kannst du stattdessen deine heimische Versicherung nutzen. Jedoch:
- Befreiung ist nicht garantiert (abhängig vom Kanton)
- Du musst innerhalb von 3 Monaten nach Ankunft beantragen
- Einige Kantone gewähren selten Befreiungen
Warum Schweiz?
Mit über 65.000 internationalen Studierenden bietet die Schweiz erstklassige Universitäten wie ETH Zürich, EPFL und Universität Genf. Erwarte hohe Lebenshaltungskosten aber exzellente Lebensqualität, atemberaubende Landschaften und hochmoderne Forschungseinrichtungen.