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Health Insurance

Sanitas vs Adeslas vs MAPFRE: Beste Krankenversicherung für Studenten in Spanien 2026

Direktvergleich der 3 größten privaten Krankenversicherer Spaniens für internationale Studierende 2026: Sanitas, Adeslas, MAPFRE. Preise, Leistungen, englischer Support.

· · 12 Min.
Sanitas, Adeslas und MAPFRE Logos — Krankenversicherungsvergleich für Studierende in Spanien

Sanitas punktet mit englischsprachigem Support und Schwerpunkt in Madrid und Barcelona – ab ca. €55–80/Monat für Studierende. Adeslas überzeugt durch schlechthin das größte Klinknetz Spaniens und gleichbleibend hohe Qualität landesweit – ab ca. €45–65/Monat. MAPFRE gewinnt beim Preis und bietet unkomplizierte, günstige Tarife – ab ca. €35–55/Monat. Die richtige Wahl hängt von drei Faktoren ab: in welcher Stadt du studierst, ob du englischsprachige Ärzte benötigst und ob Zahnbehandlungen für dich wichtig sind.

Alle drei Anbieter werden für spanische Studentenvisumanträge anerkannt und stellen die erforderliche Versicherungsbescheinigung aus. Dieser Leitfaden bietet dir einen direkten Merkmal-für-Merkmal-Vergleich, damit du in weniger als zehn Minuten entscheiden kannst.

Preishinweis: Die Monatspreise sind ungefähre Einstiegspreise für 2026. Fordere individuelle Angebote an – die Preise variieren je nach Alter, Vorerkrankungen und Stadt.


Was sind die drei größten privaten Krankenversicherer Spaniens für Studierende?

Der spanische Markt für private Krankenversicherungen wird von einigen wenigen großen Anbietern dominiert. Drei davon – Sanitas, Adeslas (offiziell SegurCaixa Adeslas) und MAPFRE Salud – versichern zusammen Millionen von Kunden und genießen bei internationalen Studierenden die größte Bekanntheit.

Sanitas ist eine Tochtergesellschaft des britischen Gesundheitskonzerns Bupa, einem der weltgrößten Krankenversicherer. Die Bupa-Eigentümerschaft bringt einen konkreten praktischen Vorteil: Sanitas betreibt über 30 eigene Krankenhäuser und Kliniken (HM Hospitales und Sanitas-Standorte) und hat bewusst eine englischsprachige Serviceinfrastruktur aufgebaut – Telefonservice, Patientenkoordinatoren und eine zweisprachige App –, um der großen Expat-Community in Spanien zu dienen.

Adeslas agiert als SegurCaixa Adeslas, ein Gemeinschaftsunternehmen der Versicherungssparte der CaixaBank und des französischen Mutua-Konzerns. Es verfügt über das größte private Krankenhaus-Netzwerk Spaniens gemessen an der Anzahl der Standorte – über 45.000 Anlaufstellen einschließlich Krankenhäuser, Kliniken, Labore und Physiotherapiezentren. Adeslas ist die Standardwahl vieler großer spanischer Unternehmen für die Krankenversicherung ihrer Mitarbeiter, weshalb die Netzwerkdichte außerhalb der großen Städte unübertroffen ist.

MAPFRE Salud ist der Gesundheitsarm von MAPFRE, Spaniens größter Versicherungsgruppe und einer der größten in Lateinamerika. MAPFREs Gesundheitsprodukte – Salud Plena und Salud Joven – sind auf unkomplizierte, erschwingliche Absicherung ohne die Premium-Service-Ebenen von Sanitas oder die Netzwerkbreite von Adeslas ausgerichtet. Für Studierende, die vor allem Visumkonformität und günstigen Basisschutz suchen, ist MAPFRE die wettbewerbsfähigste Option.

Alle drei Anbieter nehmen internationale Studierende auf. Keiner setzt einen spanischen Wohnsitz voraus. Alle drei stellen Versicherungsbescheinigungen aus, die von spanischen Konsulaten für Typ-D-Studentenvisa anerkannt werden.


Sanitas: Warum ist es die erste Wahl für internationale Studierende?

Der entscheidende Vorteil von Sanitas ist der englischsprachige Support. Durch die Bupa-DNA hat Sanitas stark in zweisprachigen Kundenservice investiert: Es gibt eine englische Telefonhotline, die Sanitas-App bietet englische Menüs, und viele Ärzte in Sanitas-eigenen Krankenhäusern in Madrid und Barcelona sprechen fließend Englisch – nicht nur Grundkenntnisse, sondern klinisches Englisch für eine vollständige Konsultation.

Sanitas-eigene Einrichtungen sind das zentrale Unterscheidungsmerkmal. Während Adeslas und MAPFRE hauptsächlich vertraglich gebundene Drittanbieter-Netzwerke nutzen, besitzt und betreibt Sanitas eigene Krankenhäuser (im Rahmen des HM-Hospitales-Vertrags) und eine Kette von Sanitas-Dentalkliniken. Das bedeutet mehr Qualitätsstandardisierung: Du verlässt dich nicht auf die Kompetenz eines beliebigen Netzwerk-Vertragsarztes, sondern auf Sanitas’ eigene Einstellungs- und Ausbildungsstandards.

Sanitas Estudiantes ist ein spezielles Produkt für die Altersgruppe 18–30 Jahre. Der Einstiegspreis beginnt bei ca. €55/Monat für einen gesunden 20-Jährigen in Madrid. Der Tarif umfasst:

  • Allgemeinarztbesuche ohne Zuzahlung
  • Facharztüberweisungen im Sanitas-Netzwerk
  • Notfallversorgung 24/7
  • Grundlegende Sitzungen für psychische Gesundheit (6–8 pro Jahr je nach Tarif)
  • Zahnärztliche Vorsorge (jährliche Reinigung und Kontrolle; Extraktionen und Behandlungen kosten extra, sofern kein Zahntarif-Zusatz)

Schwächen: Sanitas ist in absoluten Zahlen der teuerste der drei Anbieter. Außerhalb von Madrid und Barcelona nimmt die Dichte sanitas-eigener Kliniken deutlich ab. In Städten wie Salamanca, Granada oder Valladolid nutzt du hauptsächlich vertraglich gebundene Drittklinikengen statt Sanitas-eigene Einrichtungen. Der englischsprachige Servicevorteil beschränkt sich ebenfalls weitgehend auf die beiden Großstädte.


Adeslas: Stärken und Schwächen für internationale Studierende

Die Kenngröße bei Adeslas ist das Netzwerk mit über 45.000 Anlaufstellen landesweit. Das sind nicht 45.000 Krankenhäuser – dazu gehören alle vertragsgebundenen Allgemeinärzte, Fachärzte, Labore, Physiotherapiekliniken und Bildgebungszentren. Das bedeutet aber, dass Adeslas in fast jeder spanischen Stadt, in der Studierende eingeschrieben sind, lokale Versorgung bietet.

Krankenhausqualität ist die zweite Stärke von Adeslas. Über die QuirónSalud-Partnerschaft – QuirónSalud ist Spaniens größte private Krankenhauskette – können Adeslas-Versicherte auf die modernsten privaten Krankenhauseinrichtungen Spaniens zugreifen. QuirónSalud-Krankenhäuser schneiden in spanischen Umfragen zur Qualität privater Gesundheitsversorgung regelmäßig an der Spitze ab.

Adeslas Joven ist das Studenten-/Jungerwachsenenprodukt. Der Einstiegspreis liegt bei ca. €45/Monat für einen 20-Jährigen in den meisten spanischen Städten und ist damit günstiger als Sanitas bei gleichzeitig hochwertigem Netzwerk.

Die Leistungen umfassen:

  • Allgemeinarztbesuche (ohne Zuzahlung)
  • Facharztversorgung (Adeslas-Netzwerk, in großen Städten gut abgedeckt)
  • Notfall und Krankenhausaufenthalt
  • Psychische Gesundheit: variiert je nach Tarif – Standard Adeslas Joven beinhaltet psychiatrische Konsultation, keine vollständigen Therapiesitzungen
  • Zahn: Standardreinigung in der Regel nicht enthalten; ein Zahntarif-Zusatz kostet ca. €8–15/Monat extra

Schwächen: Der englischsprachige Support ist spürbar schwächer als bei Sanitas. Der Kundenservice von Adeslas läuft auf Spanisch. Manche Vertragsärzte im Netzwerk sprechen Englisch, insbesondere in Madrid, Barcelona und Universitätsstädten mit großer internationaler Bevölkerung. Die Versicherung selbst (Kundenservice, App, Dokumentation) agiert jedoch auf Spanisch.

Die Adeslas-App und das Online-Portal erzielen in App-Store-Bewertungen schlechtere Noten als die Sanitas-App, besonders bei englischsprachigen Nutzern.


MAPFRE: Ist es wirklich die günstigste Option?

Ja – mit Einschränkungen. MAPFRE Salud Joven (das Produkt für unter 30-Jährige) bietet tatsächlich die niedrigsten Einstiegspreise der drei Anbieter – ab ca. €35/Monat für Grundversorgung. Das ist ein echter und bedeutsamer Preisunterschied, kein irreführender Lockpreis. Ein gesunder 20-jähriger Studierender in Valencia kann mit ca. €38–42/Monat rechnen.

Der Nachteil: MAPFREs Leistungsumfang ist bewusst schlanker gehalten. Das Netzwerk ist kleiner als bei Adeslas, und das Sanitas-Modell mit eigenen Kliniken existiert nicht – MAPFRE arbeitet ausschließlich über Vertragsanbieter. In Großstädten (Madrid, Barcelona, Sevilla, Valencia) ist das Vertragsnetz ausreichend. In kleineren Universitätsstädten kann die Abdeckung dünner sein.

Was MAPFRE Salud Joven abdeckt:

  • Allgemeinarztbesuche (ohne Zuzahlung)
  • Facharztüberweisungen (Vertragsnetz)
  • Notfallversorgung und Krankenhausaufenthalt
  • Keine Psychotherapiesitzungen im Basistarif (psychiatrischer Notfall abgedeckt, laufende Therapie nicht)
  • Zahn: nicht enthalten; als Add-on verfügbar
  • Medizinische Evakuierung: bei Notfällen enthalten

Wo MAPFRE punktet: Einfache Visumkonformität. Der Tarif ist leicht verständlich, schnell ausgestellt, und MAPFRE ist einer der schnellsten Anbieter bei der Ausstellung von Versicherungsbescheinigungen. Studierende, die die Unterlagen schnell für einen Visumtermin benötigen, berichten bei MAPFRE regelmäßig von einer schnelleren Bearbeitungszeit als bei den anderen beiden.

Schwächen: Das dünnere Netz in kleineren Städten, kein englischsprachiger Support und das Fehlen von Psychotherapiesitzungen im Basistarif sind die Haupteinschränkungen. Wenn du an einer großen Stadtuniversität studierst und vor allem konformitätsfähigen, günstigen Schutz brauchst, ist MAPFRE ausgezeichnet. Wenn du regelmäßig Fachärzte oder psychische Gesundheitsversorgung in Anspruch nehmen musst, sind die Mehrleistungen von Adeslas oder Sanitas die zusätzlichen €15–20/Monat wert.


Welcher Anbieter bietet den besten englischsprachigen Support?

Das ist eine der wichtigsten praktischen Fragen für nicht-spanischsprachige internationale Studierende, und die Rangfolge ist klar:

  1. Sanitas – mit Abstand der stärkste Anbieter. Englische Telefonhotline, englische App, englischsprachige Patientenkoordinatoren in Sanitas-eigenen Kliniken in Madrid und Barcelona. Sanitas bearbeitet Expat- und internationale Studierenden-Versicherungsfälle routinemäßig vollständig auf Englisch.

  2. Adeslas – teilweise. Manche Vertragsärzte sprechen Englisch, insbesondere in Madrid, Barcelona und Universitätsstädten mit großer internationaler Bevölkerung. Die Versicherung selbst (Kundenservice, App, Dokumentation) agiert auf Spanisch.

  3. MAPFRE – minimal. Kundenservice nur auf Spanisch. Manche Netzwerkärzte sprechen Englisch, aber MAPFRE vermarktet keinen englischsprachigen Support und bietet ihn nicht systematisch an.

Wenn du in Madrid oder Barcelona studierst und ausschließlich englische Kommunikation benötigst (zum Beispiel weil du kein Spanisch sprichst und es auch nicht kurzfristig lernen möchtest), ist Sanitas den Preisaufschlag wert.

Wenn du in einer anderen Stadt bist und über Grundkenntnisse in Spanisch verfügst, überwiegt wahrscheinlich Adeslas’ Netzwerktiefe den englischen Supportvorteil.


Welcher Anbieter bietet die beste Zahnversorgung für Studierende?

Keiner der drei bietet in seinem Basis-Studientarif eine umfassende Zahnabsicherung. Zahnbehandlungen im spanischen privaten Versicherungsmarkt erfordern fast immer einen separaten Zusatz.

ZahnleistungSanitasAdeslasMAPFRE
Jährliche Kontrolle + ReinigungIn manchen Tarifstufen enthaltenNicht enthalten (Basistarif)Nicht enthalten (Basistarif)
Monatliche Kosten Zahntarif-Zusatz~€12–18~€8–15~€7–12
Sanitas-eigene DentalklinikenJa (Sanitas Dental-Kette)Nein (Vertragsanbieter)Nein (Vertragsanbieter)
KieferorthopädieNur als Add-onNur als Add-onNur als Add-on
Zahnärztlicher NotfallEnthaltenEnthaltenEnthalten

Sanitas gewinnt bei der Zahnversorgung aus zwei Gründen: Es ist in manchen Estudiantes-Tarifstufen eine Basiszahnvorsorge enthalten, und die Sanitas-Dental-Klinkenkette bietet gleichbleibende Qualität. Die Sanitas-eigenen Kliniken bedeuten, dass du nicht auf die Qualitätssicherheit eines beliebigen Vertragsanbieters angewiesen bist.

Wenn dir Zahnversorgung wichtig ist und du in einer Stadt mit einer Sanitas-Dentalklinik studierst, ist Sanitas selbst unter Berücksichtigung der höheren Grundprämie die bessere Wahl.


Welcher Anbieter hat den schnellsten Schadensregulierungsprozess?

Spaniens private Krankenversicherung funktioniert überwiegend nach dem Direktabrechnungsmodell (prestación de servicios, d. h. Leistungserbringung) statt nach einem Erstattungsmodell. Du gehst zu einem Netzwerkarzt, zeigst deine Karte vor und zahlst nichts – die Versicherung rechnet direkt mit dem Arzt ab. Das bedeutet, dass klassische Schadensfälle (Formular einreichen und auf Erstattung warten) bei der Regelversorgung selten sind.

Wo Prozessgeschwindigkeit wichtig wird, sind Genehmigungen für Facharztüberweisungen, Operationen oder außernetzwerkliche Versorgung:

  • Sanitas: Vorabgenehmigungen per App oder Telefon, typische Reaktionszeit innerhalb von 24–48 Stunden bei nicht-dringenden Fällen. Schneller bei Sanitas-eigenen Einrichtungen (keine Drittpartei-Genehmigung erforderlich).
  • Adeslas: Ähnliches 24–48-Stunden-Genehmigungsfenster. App-basierte Überweisungen haben sich 2025–2026 verbessert. Papierbasierte Prozesse nach wie vor langsamer.
  • MAPFRE: Am schnellsten bei einfacher Dokumentation (Visumbescheinigungen, Standardkonsultationen). Facharztzulassungen können 48–72 Stunden dauern.

Bei Erstattungen (außernetzwerkliche Versorgung, für die du selbst bezahlt hast und Rückerstattung möchtest) bearbeiten Sanitas und Adeslas innerhalb von 10–15 Werktagen. MAPFRE braucht im Schnitt 15–20 Werktage.

Zusammenfassung: Bei der Regelversorgung sind alle drei schnell, da gar kein Schadensregulierungsprozess stattfindet – du zeigst einfach deine Karte vor. Bei komplexen Genehmigungen ist Sanitas minimal schneller, insbesondere in eigenen Einrichtungen.


Wie schneidet das Convenio Especial als Alternative ab?

Manche Studierende aus Nicht-EU-Ländern, die bereits mindestens ein volles Jahr in Spanien verbracht haben, erwägen das Convenio Especial – Spaniens freiwillige Vereinbarung zur öffentlichen Gesundheitsversorgung für €60/Monat – als Alternative zur privaten Versicherung.

Das Convenio Especial gewährt dir Zugang zum gesamten öffentlichen Sistema Nacional de Salud (SNS – dem nationalen Gesundheitssystem). Es deckt alles ab, was ein spanischer Staatsangehöriger erhält: Allgemeinarzt, Fachärzte, Krankenhaus, Operationen, psychische Gesundheit, Zahnnotfälle, Rezepte mit 0 % Zuzahlung (bei Arbeitslosigkeit oder Studierendenstatus).

Wann das Convenio Especial alle drei privaten Versicherer schlägt:

  • Du bist seit mindestens 12 Monaten mit Empadronamiento (Einwohnermeldebestätigung) in Spanien
  • Du benötigst keine englischsprachigen Ärzte
  • Du möchtest den umfassendsten Schutz zum niedrigsten Preis (€60/Monat vs. €35–80/Monat für privat)
  • Du benötigst keine Zahnversorgung über Notfälle hinaus

Wann private Versicherungen das Convenio Especial übertreffen:

  • Du bist im ersten Jahr in Spanien (Convenio Especial noch nicht verfügbar)
  • Du benötigst schnellen Facharzt-Zugang (privat = Tage; öffentlich = Wochen bis Monate bei nicht-dringenden Fällen)
  • Du benötigst englischsprachige Ärzte
  • Dein Visumantrag erfordert ein bestimmtes Format einer privaten Versicherungsbescheinigung

Eine vollständige Erläuterung des Convenio-Especial-Verfahrens und der Anspruchsvoraussetzungen findest du in unserem Convenio-Especial-Leitfaden.


Welchen Anbieter sollte ich je nach meiner Stadt wählen?

Der Standort ist ein wichtiger Faktor, da Netzwerkdichte und Verfügbarkeit englischsprachiger Ärzte je nach Stadt erheblich variieren.

Madrid

Beste Wahl: Sanitas. Madrid ist der Ort, wo Sanitas’ Vorteile am stärksten sind. Dichte Abdeckung durch eigene Kliniken, mehrere Sanitas-Krankenhäuser (über HM-Hospitales-Vertrag), englischsprachige Patientenkoordinatoren und die Sanitas-Dental-Kette. Madrid hat die größte Expat- und internationale Studierendenpopulation Spaniens – Sanitas hat sein Servicemodell genau darauf ausgerichtet.

Alternative: Adeslas, das dank QuirónSalud-Krankenhäusern und dem größten Vertragsnetzwerk ebenfalls hervorragende Madrid-Abdeckung bietet.

Barcelona

Beste Wahl: Sanitas. Ähnliche Logik wie Madrid. Barcelonas große internationale Studierendengemeinschaft bedeutet, dass englischsprachige Ärzte im Sanitas-Netzwerk relativ verfügbar sind. Die Sanitas-Dentalklinik im Barceloner Eixample-Viertel ist bei Studierenden beliebt.

Wenn der Preis ausschlaggebend ist, bietet Adeslas sehr wettbewerbsfähige Barcelona-Abdeckung zu €10–15/Monat weniger als Sanitas.

Valencia

Beste Wahl: Adeslas. Valencia ist Spaniens drittgrößte Stadt, aber Sanitas’ eigene Klinikeninfrastruktur ist hier deutlich kleiner als in den beiden Hauptstädten. Das QuirónSalud Valencia-Krankenhaus ist eine der besten privaten Einrichtungen der Stadt, und das Vertragsnetz ist umfangreich. MAPFRE ist ebenfalls eine solide und erheblich günstigere Option für preisbewusste Studierende.

Sevilla

Beste Wahl: Adeslas. Adeslas verfügt über das stärkste Netz in Andalusien. QuirónSalud Sevilla ist das führende private Krankenhaus der Region. Sanitas’ eigene Klinikenstruktur in Sevilla ist begrenzt, sodass der englische Servicevorteil weitgehend wegfällt. MAPFRE ist für Spanisch-affine Studierende preislich wettbewerbsfähig.

Bilbao und das Baskenland

Beste Wahl: Adeslas. Das Baskenland verfügt über ein starkes öffentliches Gesundheitssystem (Osakidetza), und viele Studierende nutzen private Versicherungen nur für die Visumkonformität oder schnelleren Facharzt-Zugang. Das Adeslas-Netzwerk in Bilbao ist solide. MAPFRE ist die günstigste Option. Sanitas’ Präsenz ist hier schwächer.

Kleinere Universitätsstädte (Salamanca, Granada, Valladolid, Murcia)

Beste Wahl: Adeslas. Die schiere Größe des Adeslas-Vertragsnetzes bedeutet, dass es in mittelgroßen Städten die meisten lokalen Allgemein- und Facharztversorgungen bietet. Sanitas’ Eigenkliniken-Vorteil entfällt vollständig; MAPFREs Netzwerk ist dünner. Für Studierende in diesen Städten ist Adeslas die pragmatische Standardwahl.


Vollständige Vergleichstabelle: Sanitas vs. Adeslas vs. MAPFRE

MerkmalSanitasAdeslasMAPFRE
Monatlicher Studierendentarif (ab)~€55~€45~€35
Wartezeit – AllgemeinversorgungKeineKeineKeine
Wartezeit – Mutterschaft8 Monate8 Monate8 Monate
Wartezeit – Operation (nicht dringend)6 Monate6 Monate3–6 Monate
Englischsprachige ÄrzteHoch (bes. Madrid/BCN)Niedrig–mittelNiedrig
Englischer KundenserviceJa (Telefon + App)NeinNein
Krankenhausnetzgröße~1.000+ (inkl. eigene)45.000+ Anlaufstellen~1.200+
Eigene Krankenhäuser/KlinikenJa (HM + Sanitas Dental)Nein (Vertragsanbieter)Nein (Vertragsanbieter)
Zahnversorgung enthalten (Basistarif)Teilweise (manche Stufen)NeinNein
Kosten Zahntarif-Zusatz~€12–18/Monat~€8–15/Monat~€7–12/Monat
Sitzungen psychische Gesundheit6–8/Jahr (Basistarif)Nur Psychiatrie-KonsultationNicht im Basistarif
Medizinische EvakuierungEnthaltenEnthaltenEnthalten
Erstattungsgeschwindigkeit10–15 Werktage10–15 Werktage15–20 Werktage
App-Bewertung (App Store)4,1/53,6/53,8/5
Visumbescheinigung (Bearbeitungszeit)1–2 Tage1–3 TageGleicher Tag–1 Tag
Online-EinschreibungJaJaJa
Beste fürEnglischsprachige, Madrid/BCNLandesweite Abdeckung, KrankenhausqualitätBudget, Visumkonformität

Stadtspezifische Stärkenübersicht

StadtEmpfehlungWarum
MadridSanitasEigene Kliniken, englisches Personal, dichtes städtisches Netz
BarcelonaSanitasGrößte internationale Studierendenbasis, englischsprachige Infrastruktur
ValenciaAdeslasQuirónSalud-Krankenhaus, starkes Vertragsnetz
SevillaAdeslasBestes andalusisches Netz, QuirónSalud Sevilla
BilbaoAdeslasSolides Baskisches Netz, wettbewerbsfähige Preise
SalamancaAdeslasBreiteste Abdeckung in mittelgroßen Städten
GranadaAdeslasNetzwerktiefe in kleineren Städten
Überall, Priorität PreisMAPFRENiedrigste Grundpreise, schnelle Visudokumentation

Häufig gestellte Fragen

Kann ich Sanitas, Adeslas oder MAPFRE für mein spanisches Studentenvisum nutzen?

Ja. Alle drei werden von spanischen Konsulaten für Typ-D-Langzeit-Studentenvisa anerkannt. Jeder Versicherer stellt eine offizielle Versicherungsbescheinigung (certificado de seguro) aus, die Versicherungsfristen, abgedeckte Behandlungen und das Fehlen einer Zuzahlung bestätigt. Fordere dieses Dokument beim Kauf an – es wird typischerweise innerhalb von 1–3 Werktagen ausgestellt.

Decken diese Versicherer Vorerkrankungen ab?

In der Regel nein – nicht in den Basis-Studierendentarifen. Spanische Privatversicherer wenden bei Vorerkrankungen Risikoprüfungen an. Dir kann eine Versicherung mit Ausschlussklausel, einem Aufschlag oder in manchen Fällen eine Ablehnung angeboten werden. Sanitas ist in der Regel am transparentesten, was abgedeckt ist und was nicht. Wenn du eine erhebliche Vorerkrankung hast, kontaktiere jeden Versicherer direkt für ein individuelles Angebot, bevor du dich entscheidest.

Wie lang ist die Mindestvertragslaufzeit?

Alle drei verlangen in der Regel eine Mindestvertragslaufzeit von 12 Monaten. Manche Makler können kürzere Verträge (3 oder 6 Monate) zu höheren monatlichen Raten arrangieren, aber das Standardprodukt für Studierende ist jährlich. MAPFRE ist gelegentlich flexibler bei Kurzzeitverträgen für Studierende in Semesterprogrammen.

Ist Sanitas wirklich besser, wenn ich kein Spanisch spreche?

Für Studierende in Madrid und Barcelona: ja – eindeutig. Sanitas’ englischsprachige Infrastruktur unterscheidet sich tatsächlich von den anderen beiden, ist nicht nur marginal besser. Außerhalb dieser Städte schwindet der Vorteil größtenteils, da du ohnehin auf vertragsgebundene Drittanbieter zugreifst.

Decken diese Policen mich auf Reisen in andere EU-Länder ab?

Sanitas und Adeslas bieten in ihren Standardtarifen beide europäischen Notfallschutz (entspricht einer EHIC-ähnlichen Leistung). Der Basistarif von MAPFRE umfasst ebenfalls Notfallversicherung innerhalb der EU. Für vollständigen Auslandsschutz bräuchtest du eine separate Reise- oder internationale Krankenversicherung. Keiner der drei bietet außerhalb Spaniens das gleiche Leistungsniveau wie innerhalb Spaniens.

Wie melde ich mich an?

Alle drei bieten Online-Einschreibung an. Sanitas’ Online-Einschreibung ist auf Englisch unter sanitas.es verfügbar. Adeslas und MAPFRE agieren auf Spanisch. Für nicht-Spanisch-Sprechende, die sich bei Adeslas oder MAPFRE einschreiben möchten, empfiehlt sich die Nutzung eines zweisprachigen Maklers (corredor de seguros) oder einer internationalen Studierendenmakler-Plattform.

Kann ich während meines Studiums den Versicherer wechseln?

Ja. Du kannst am Ende einer beliebigen 12-monatigen Vertragslaufzeit wechseln. Bei einem Wechsel inmitten der Laufzeit verlierst du die verbleibenden Monate. Die praktische Auswirkung ist für die meisten Studierenden gering: Wähle zu Beginn deines Studienjahrs sorgfältig, und du musst bis zum folgenden September nicht wechseln.


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Geschrieben von

Dr. María García-López

Redakteurin für EU-Studierendenversicherung

Redaktionelle Leitung für EU-Mobilitätsthemen — EHIC, GHIC, spanischer Convenio Especial, französische Sécurité sociale étudiante + Mutuelle, italienischer SSN.

  • Editorial lead — EU student mobility & insurance
  • Primary-source review: Seguridad Social, Ameli.fr, Ministero della Salute
  • Focus: EHIC/GHIC, Convenio Especial, Sécurité sociale étudiante, SSN